Freiberg für alle

Laufen hilft!

Die gesamten Startgelder des Mittsommerlaufs 2019 werden zu 100% gespendet. Unterstützt werden damit ganz unterschiedliche Projekte, die wir euch hier gern ausführlich vorstellen wollen.

Stiftung Diakonie Freiberg

Sitzbänke im Sinnesgartens für Menschen mit Behinderung

In der Vergangenheit hat die Diakonie Freiberg um finanzielle Unterstützung bezüglich der Errichtung eines neuen Gebäudes für Menschen mit Behinderung gebeten. Dabei handelt es sich um Menschen, die nun schrittweise das Rentenalter erreichen und demnach nicht mehr in den Freiberger Werkstätten einer Arbeit nachgehen können. Ihnen wird ein lebenslanges Wohnrecht mit einem gelingenden Heimalltag in der Wohnstätte Kretzschmartstift geboten. Der Gebäudeneubau, welcher als Anbau direkt an das Haus Lichtblick –dem ehemaligen Kretzschmarstift– erfolgt, konnte nun in diesem Frühjahr begonnen werden. In dem Haus werden nun bald alle drei Tagesbetreuungsgruppen unter einem Dach vereinigt, mit ausreichend Platz für Therapie und Erholung.
Mit der Umsetzung dieses Bauvorhabens ist auch eine Umgestaltung der Außenanlage geplant. Seit langem wünschen sich die Bewohner der Wohnstätte einen Sinnesgarten vor ihrer Haustür. Der Garten soll Ruhe und Entspannung in der Natur bieten und darüber hinaus die Möglichkeit, kreativ tätig zu werden und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Die Verbindung von Mensch und Natur zu spüren, Natur mit allen Sinnen bewusst erleben und zugleich dem Bewegungsdrang von Menschen mit Behinderung Rechnung zu tragen, dies sind wichtige Aspekte, die in einem geschützten Umfeld erlebbar gemacht werden sollen. Alle fünf Sinne –Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten– sowie Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht werden in angemessener Weise aktiviert und gefördert. Dafür sollen die Wege im Gelände befestigt und barrierefrei hergerichtet, Sitzgelegenheiten eingerichtet und Hochbeete mit Kräutern angelegt sowie Duft- und Schmuckstauden angepflanzt werden. Perspektivisch sind die Einrichtung eines Fühlweges und einer Trauerecke geplant. Mit dem Neubau und der Umgestaltung des Außenbereiches soll den Bewohnern der Wohnstätte diesen Wunsch erfüllt werden. Aber nicht nur ihnen, darüber hinaus können auch die Menschen aus dem Förder- und Betreuungsbereich, der zur Werkstatt für behinderte Menschen gehört, den Garten und seine Möglichkeiten genießen. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit Ihrer Spende bei der Umsetzung unterstützen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Menschen, die am meisten auf unsere Hilfe im Alltag angewiesen sind.
www.diakonie-freiberg.de

Uwe W., der sich nach einem schweren Unfall ins Leben zurück kämpft

Ein behindertengerechtes Fahrrad für mehr Mobilität

Eigentlich wollte Uwe am 28. Oktober 2014 nur eine kleine Runde mit seinem Rad drehen – so wie er es gern und regelmäßig nach der Arbeit tat. An diesem Tag jedoch änderte die Unaufmerksamkeit eines Autofahrers alles. Es kam zu einem Unfall, der das Leben von Uwe und seiner Familie völlig auf den Kopf stellte. „Mit schwersten Verletzungen wurde er damals in die Uniklinik Dresden eingeliefert“, erinnert sich seine Frau Elke. Neben zahlreichen Frakturen im Gesicht und im rechten Bein, waren auch Gehirnblutungen die Folge des tragischen Zusammenstoßes. Die Prognosen waren nicht gut. Die Ärzte gingen davon aus, dass er für immer im Wachkoma bleiben muss. Die Atmung war nicht selbstständig möglich und auch die Nahrungsaufnahme erfolgte über eine Magensonde, welche schon nach kurzer Zeit für neue Komplikationen sorgte. Im Februar 2015 ging es für Uwe in die Reha nach Hetzdorf. Zu Hause war derweil Aktionismus gefragt. Die Wohnung musste innerhalb weniger Wochen rollstuhlgerecht umgebaut werden. Eine echte Mammutaufgabe. Nach mehreren Wochen Reha ging es für Uwe im Juli 2015 endlich wieder nach Hause in sein gewohntes Umfeld. Knapp ein Jahr nach seinem Unfall war es möglich, ihn aus dem Wachkoma zurückzuholen. In den nächsten Monaten verbesserte sich sein Zustand erheblich. Dank intensiver Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie war ihm mit der Zeit das Essen und auch Sprechen in begrenztem Rahmen wieder möglich. Nur Laufen kann er ist bis heute aufgrund der Hirnverletzungen nicht. Das hielt das Ehepaar jedoch nicht davon ab, bei Sportveranstaltungen teilzunehmen. „Schon vor seinem Unfall ist er Marathon gelaufen und war sehr aktiv. Vor zwei Jahren haben dann wir gemeinsam am Freiberger „Einfach?Mensch!Lauf.“ teilgenommen. Auch in Dresden beim Sport Scheck – Lauf habe ich ihn im Rollstuhl die 5-Kilometerstrecke begleitet“, erinnert sich seine Frau. Damit die beiden auch weiterhin aktiv unterwegs sein können, wünschen sie sich ein speziellen E-Bike, mit dem Elke ihren Mann im Rollstuhl mitnehmen kann. Eine erste Probefahrt wurde auch schon gemacht. Ein Teil der Einnahmen des Freiberger Mittsommerlaufs soll den beiden für die Anschaffung des Rades zur Verfügung gestellt werden, damit sie auch in Zukunft wieder schöne gemeinsame Ausflüge unternehmen können. 
Vor kurzen musste Uwe erneut ins Krankenhaus, da die damaligen Komplikationen mit der Magensonde langfristige Folgen hatten. „Zwischenzeitlich stand es nicht gut um ihn, doch nun ist er wieder auf dem Weg der Besserung und wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch die Organisatoren des Mittsommerlaufs und der zahlreichen Teilnehmer“, so Elke.