Freiberg für alle

#gesichtzeigen Simone Pester

Als ich am 21. August 2019 den Beitrag „So denkt Sachsen – Ein Land vor der Wahl“ im MDR gesehen habe, wurde mir einmal mehr bewusst, in welch toller Stadt ich nach meinem Studium, der Liebe folgend, meine zweite Heimat gefunden habe.
Seit 1993 lebe ich mit meiner Familie auf dem Land in unmittelbarer Nähe zu Freiberg, seit 2000 arbeite ich als Richterin am Amtsgericht Freiberg.
Gerade als Familienrichterin sehe ich tagtäglich, was geschieht, wenn Menschen das (Mit-)Gefühl füreinander verlieren und das Gespräch miteinander nicht mehr suchen.
Doch der Verlauf vieler Verfahren zeigt auch, was möglich ist, wenn man sich gerade in streitigen, in schwierigen Zeiten auf Augenhöhe begegnet, einander zuhört und versucht, die Ansichten, Meinungen und Ängste des anderen zu sehen, vielleicht sogar zu verstehen. Oft finden sich Wege, Möglichkeiten, Kompromisse und Lösungen, die ohne das Miteinanderreden und Zuhören undenkbar erschienen.
Ich glaube daran, dass das, was tagtäglich im Kleinen geschieht, auch im Großen möglich ist: Trotz unterschiedlicher Positionen nicht gegeneinander, sondern miteinander, den Dialog suchen und im Dialog bleiben, damit unsere schöne Heimatstadt Heimat für alle, FREIBERG FÜR ALLE, sein kann.

Simone Pester

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