Freiberg für alle

#gesichtzeigen Matthias Langer

Mein Name ist Matthias Langer und ich lebe seit 1975 in Freiberg. Die Stadt mit ihrer Geschichte und ihren Menschen wurde sehr schnell meine Heimat, aus der ich zu keinem Zeitpunkt weggehen wollte.
Was mich immer angezogen hat, waren neben der Historie, die man in der Anlage, den Bauwerken, der Kultur und der Industrie der Stadt wiederfindet, das Zusammentreffen und Zusammenleben mit ihren Menschen. In der Summe dieser Einflüsse ergibt sich für mich die spezielle, sympathische Freiberger Atmosphäre. Das heißt nicht, dass Freiberg für mich in allen Belangen bei 100 % bzw. alles im „grünen Bereich“ ist. Ganz wesentlich trägt in meinen Augen zum Freiberger Klima die TU Bergakademie Freiberg mit ihrer wissenschaftlichen Ausstrahlung, aber auch mit ihrem anregenden Studentenleben bei. Das Zusammentreffen mit Wissenschaftlern und Studenten aus aller Welt bewirkt seit jeher eine kulturelle Bereicherung des Freiberger Lebens und ist Merkmal für ein weltoffenes, buntes Freiberg, das mir sehr am Herzen liegt. 
Inzwischen habe ich vierzig Jahre in einem Freiberger Institut als Projektleiter in der industrienahen Forschung gearbeitet und befinde mich im (Un)Ruhestand. Während meines gesamten Berufslebens aber auch bei meinen sportlichen und kulturellen Aktivitäten habe ich immer wieder interessante Menschen kennen lernen dürfen. Ich habe mit Ihnen entweder in enger Zusammenarbeit fachliche Probleme gelöst oder in der Freizeit sportliche Aktivitäten bzw. als ambitionierter Blues-/Rockmusiker musikalische Vorlieben geteilt. In all diesen Bereichen ging es mir immer um die Beziehung zu MENSCHEN, punkt. 
Ich stehe für ein kulturvolles, buntes, ein sympathisches Freiberg. Das ist für mich eine Stadt, in der Menschen jeglicher Herkunft, Hautfarbe und Weltanschauung respektvoll miteinander umgehen und voneinander lernen. Und ich stehe für ein Freiberg, das insbesondere auch für Menschen da ist, die sich aufgrund politischer Notsituationen hier aufhalten müssen, die hier bei uns Schutz und ein Leben suchen.
Dafür möchte ich gern im Sinne von „Freiberg für Alle“ Gesicht zeigen.

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Danke für Ihr Engagement für Weltoffenheit. Und ein besonderer Dank für Ihren Leserbrief zu den „Montagsspaziergängen“ (freie Presse, 8.5.2021).. Dieselben Fragen habe ich mir auch gestellt – letztendlich bleibt die Frage, wie man diese ‚Rathausspitze‘ abwählen kann, bevor noch mehr Schaden für Freiberg und deren Bürgerinnen entsteht.

Wolfgang Stern
Am Hasenborn 26, 09603 Großschirma

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