Freiberg für alle

#gesichtzeigen Josephine Mengel

Eine Begebenheit die mich lange beschäftigt hat: Der Morgen nach der AfD-Kundgebung beim Bäcker. Die Verkäuferin und der Kunde vor mir tauschen sich über die tollen Redebeiträge am gestrigen Abend aus und ich traue mich nicht, das Gespräch mit ihnen zu suchen und ihnen zu sagen, dass ich auf der Gegendemo war. Das bereue ich. Denn so driften die Lager immer weiter auseinander, alle verschwinden in ihrer eigenen Blase, unterhalten sich nur mit Gleichgesinnten und fühlen sich absolut im Recht. In diesem Zustand haben Populisten die besten Chancen, ein Gefühl von Unsicherheit, Angst und Hass zu schüren. Nur durch faktenbasierte Kommunikation ist es möglich, dem entgegenzuwirken, wieder enger zusammenzurücken und das Miteinander zu stärken. Dann können wir hoffentlich in einer Gesellschaft leben, in der Vielfalt ein positiv besetzter Begriff und Menschlichkeit selbstverständlich ist.

Josephine Mengel, Studentin

1 Comment

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Ja, es ist richtig, man sollte immer offen diskutieren.
Liebe Frau Mengel, ich wusste gar nicht, dass Sie so
aktiv sind. Ich habe heute eine Frage zu Ihrer Masterarbeit,
die bedeutet, dass ich diese Arbeit schätze und in meiner
Arbeit verwenden will. Also antworten Sie bitte.
Wegen des Datenschutzes gibt man mir Ihre Adresse
nicht.
Dietrich Stoyan

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