Freiberg für alle

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Doch warum fragt man gerade die Künstler, die eigentlich selbst Unterstützung brauchen?

„Doch warum fragt man gerade die Künstler, die eigentlich selbst Unterstützung brauchen?“ Die Frage stellen sich sicher einige und wir möchten die Gelegenheit für eine Antwort nutzen. Wir, Freiberg für alle, wurden von einer Künstlerin gefragt und auf den Gedanken gebracht. Danach gab es viel Für und Wider, wen man mit dieser Aktion unterstützen könnte. Fakt ist: Künstlerinnen und Künstler wollen kreativ arbeiten, auf ihre Kunst aufmerksam machen und davon leben könnenHändlerinnen und Händler wollen ihre Kundschaft bedienen und verkaufendie Gastronomie will ihre Gäste bedienen und glücklich machenPflegekräfte, Therapeutinnen, Hilfskräfte im medizinischen Bereich und Ärzte wollen das Bestmögliche für ihre Patient*innen unter guten Arbeitsbedingungen Alle brauchen eine gute Bezahlung, Wertschätzung und Anerkennung. Wir denken, dass wir mit dieser Variante eine gute Lösung gefunden haben. Es ändert nichts an den großen Rahmenbedingungen, aber es ist auch nicht „nur“ Applaus. Aufmerksamkeit für die vielfältige Kunst in der ganzen Stadt und online und dazu eine echte Ausstellung in der Filiale der Deutschen Bank.Glückliche Käufer der Kunstwerke - Kaufen macht glücklich, Gewinner bei einer Versteigerung zu sein noch glücklicher und dazu noch der Hintergrund dieser ganz besonderen Aktion „Da war ich damals dabei und hier hängt das Kunstwerk“Kunden, Werbung und Umsatz für den Einzelhandelund dazu für das medizinische Personal die Möglichkeit, sich mal gemütlich im Herder Zehn, Campus Café im SIZ, Stadtwirtschaft Freiberg, Rösterei Momo GmbH, PUBagai, RESTAURANT-BAR-MYTHOS, Gasthof Halsbach, Orient Döner Freiberg,, Taste of India, Trattoria La Fontana, Schloss-Café ... zu treffen und dabei die Wertschätzung einfach zu genießen. Auch klar ist uns, dass wir einige schlicht und einfach vergessen haben zu fragen. Künstler, die wir nicht angesprochen oder erreicht haben, Händler, die sicher auch gern ein Plakat ausgehangen hätten, Gastronomen ... Und bei der Verteilung der Gutscheine wird es nicht anders sein. „Warum immer die?“, „Die haben doch schon genug und ein festes Einkommen“ ... Das wird so sein, aber ist definitiv keine böse Absicht. Unter dem Stichwort „Superhelden gesucht“ nehmen wir weiter gerne Tipps für das „Danke an die Menschen, die in der Corona-Pandemie Besonderes für die Gesellschaft leisten.“ entgegen. https://kunstseidank.com

Freiberg Für Alle hakt nach

Dr. Rolf Weigand (AfD) hatte Mitte Mai behauptet, die Inzidenzzahl unter vollständig geimpften Menschen betrage 66. Diese Woche legte er nach: sie sei auf 140 gestiegen. Für Dr. Weigand machen Impfungen daher keinen Unterschied in der Pandemiebekämpfung. Doch stimmen die Zahlen? Wir haben Ungereimtheiten entdeckt.  Zum ersten: Die Bedeutung des Inzidenzwertes bei nicht geimpften Menschen ist eine andere als bei geimpften Personen. Bei nicht geimpften Menschen steht dieser Wert im Verhältnis zu einer zu erwartenden Zahl schwerer und schwerster Verläufe, einschließlich intensivmedizinischer Behandlung und Tod. Bei geimpften Menschen kommen derart schwere und schwerste Verläufe dagegen nur äußerst selten vor. Laut den Dr. Weigand vorliegenden Zahlen waren Ende April in Sachsen 361.365 Menschen vollständig geimpft. Von diesem wurden im Zeitraum von Januar bis April 507 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. 11 von ihnen wurden zeitweilig im Krankenhaus behandelt. Zum zweiten: Aufgrund des Dr. Weigand zugänglichen Datenmaterials lässt sich ein Inzidenzwert nicht berechnen. Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 7 Tagen gemessen auf 100.000 Menschen wieder. Die Dr. Weigand vorliegenden Daten sind jedoch nicht nach Wochen aufgeschlüsselt, wodurch unklar bleibt, wie er den genannten Inzidenzwert berechnet haben will. Zum dritten: Wir vermuten, Dr. Weigand hat die ihm bekannte Zahl der vollständig geimpften Personen und die Zahl der davon positiv auf Covid-19 getesteten Personen in einen Topf geworfen, ohne den zeitlichen Ablauf der Infektion zu berücksichtigen. Werden bei 361.365 vollständig geimpften Personen 507 positiv auf Covid-19 getestet so sind dies 140 Personen auf 100.000. Allerdings ist das kein Inzidenzwert, wie er politischen Entscheidungen zu Grunde gelegt wird, sondern vielmehr das Ergebnis eines mathematischen Taschenspielertricks. Im Grunde sagen die Zahlen nämlich etwas ganz anderes: Sie zeigen, wie hervorragend die Impfungen vor Infektionen und schweren Erkrankungen schützen.  Es gibt noch mehr Ungereimtheiten, doch lassen wir es dabei. Es bleiben auch Fragen: Weiß Dr. Weigand nicht, wie sich der politischen Entscheidungen zugrunde liegende Inzidenzwert berechnet? Oder hält er die Wählerinnen und Wähler für dumm, indem er ihnen eine Zahl auftischt, die nicht stimmt, um davon politisch zu profitieren? Möglicherweise ist uns ein Rechenfehler unterlaufen. Dann bitte Herr Dr. Weigand: Erläutern Sie Ihre Berechnung! Wer Näheres erfahren möchte zu PCR-Tests und Inzidenzen ist herzlich eingeladen am 21.06., 19:30 Uhr zu einem Vortrags- und Gesprächsabend in die Petrikirche. 

Kunst sei Dank!

+++ 26. Mai bis 18. Juni 2021 +++ Freiberg wird zur Galerie - gemeinsam mit der Freiberger Filiale der Deutschen Bank, dem Freiberger Kunstverein e.V., der Initiative „Kunst in Freiberg“ und weiteren freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern starten wir in der kommenden Woche eine besondere Aktion: Freiberger Künstlerinnen und Künstler spenden Gemälde, Drucke, Fotos, Keramiken, Filzwerke und Skulpturenvom Verkaufserlös werden Gutscheine von Freiberger HändlerInnen und GastronomInnen gekauftdie Gutscheine erhalten Menschen, die in der Corona-Pandemie besonders viel für die Gesellschaft leisten, z.B. Pflegepersonal, TherapeutInnen und ÄrztInnen im Krankenhaus – ein kleines Dankeschön in dieser schweren Zeitdie Kunstwerke sind im Original in der Freiberger Filiale der Deutschen Bank zu sehen130 Plakate verwandeln die Freiberger Innenstadt in eine Kunstgalerie Details und Versteigerung unter www.kunstseidank.comStartpreise ab 10 € Kunstversteigerung für den guten Zweck: Ein Dankeschön für medizinisches Personal in der Pandemie Das Bündnis „Freiberg für alle“ verwandelt die Stadt in eine offene Galerie. Unter dem Motto „Kunst sei Dank!“ startet am 26. Mai 2021 gemeinsam mit der Freiberger Filiale der Deutschen Bank, dem Freiberger Kunstverein e.V., der Initiative „Kunst in Freiberg“ und weiteren freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern eine Aktion, die vieles verbindet: Ein Kunsterlebnis im öffentlichen Raum, Unterstützung für Handel und Gastronomie vor Ort und ein Danke an die Menschen, die in der Corona-Pandemie Besonderes für die Gesellschaft leisten. Rund 30 Freiberger Künstlerinnen und Künstler haben Gemälde, Drucke, Fotos, Keramiken, Filzwerke und Skulpturen zur Verfügung gestellt – insgesamt rund 130 Werke. Diese werden im Rahmen der Aktion versteigert: Los geht es je nach Kunstwerk bei Preisen zwischen 10 und 700 Euro. Vom Verkaufserlös werden Gutscheine von Freiberger Händlerinnen und Händlern, Gastronominnen und Gastronomen gekauft. Diese verschenken „Freiberg für alle“ und seine Partner dann an medizinisches Personal wie Pflegekräfte, Therapeutinnen oder Ärzte im Krankenhaus – ein kleines Dankeschön aus der Gesellschaft für einen Teil derer, auf die es in dieser schweren Zeit besonders ankommt. Von 26. Mai bis 18. Juni werden die originalen Kunstwerke in der Filiale der Deutschen Bank am Platz der Oktoberopfer ausgestellt. Darüber hinaus sind sie auf 120 Plakaten zu sehen, die ab dem Pfingstwochenende in den Schaufenstern von 45 Händlerinnen, Gastwirten und Einrichtungen in der Freiberger Innenstadt hängen. Alle Werke, Details und Startpreise finden sich dann auf der Webseite www.kunstseidank.com, über die auch der Verkauf erfolgt. Wer keinen Online-Zugang hat, bekommt Unterstützung in der Deutschen Bank. Die Ursprungsidee geht auf die Freiberger Schauspielerin Tonja Arina Gold zurück. Die passionierte Hobbymalerin bot „Freiberg für alle“ an, ihre Bilder für einen guten Zweck zu verkaufen. Aus der Idee wuchs schnell eine großangelegte Aktion. „Wir sind überwältigt von der Resonanz der vielen Künstlerinnen und Künstler, die ihre Arbeiten spenden. Das ist gerade in der aktuellen Situation keine Selbstverständlichkeit. Manche, die spenden wollten, konnten sich das wegen ihrer schlechten finanziellen Lage gerade nicht leisten.“, sagt Jana Pinka, die die Aktion „Kunst sei Dank!“ koordiniert. „Ein großer Dank gebührt auch den Gewerbetreibenden, die ihre Schaufenster für die Kunst zur Verfügung stellen und Freiberg so zu einer großen Galerie machen.“ #freibergfueralle #kunst #kunstauktion #nichtselbstverständlich #dankbar #malerei #silberstadt #keramik #porzellan #fotografie #kulturistsystemrelevant #alarmstuferot

Es geht nur miteinander: Erklärung des Bündnisses Freiberg für alle zur gesellschaftlichen Lage in der Corona-Pandemie – Mai 2021

Seit mehr als einem Jahr befindet sich die Welt – unser Land – unsere Stadt – im Ausnahmezustand. Wir müssen mit einer Pandemie leben, die viele Opfer fordert: Menschen verlieren ihre Gesundheit oder gar ihr Leben, viele verlieren ihre wirtschaftliche Grundlage, Kinder und Jugendliche vermissen ihre Freundinnen und Freunde und leiden unter den Schulschließungen, wir alle müssen auf viele Freiheiten verzichten. Zwar sehen wir ein Licht am Ende des Tunnels, aber die Rückschläge mit immer aufs Neue steigenden Infektionszahlen und wiederholten Lockdowns haben uns müde und manche wütend gemacht. Das gesellschaftliche Miteinander droht langfristigen Schaden zu nehmen, die Spaltung wird immer größer. Wir verstehen alle, die verzweifelt und wütend sind: weil sie wegen der Einschränkungen wirtschaftlich in Not geraten sind, weil sie sich wegen der Kontaktbeschränkungen einsam fühlen, weil sie unter der Doppelbelastung von Arbeit und Kinderbetreuung/Homeschooling erdrückt werden, weil die Politik Fehler macht, weil die Lasten ungerecht verteilt sind und weil niemand genau sagen kann, wie es weitergeht… Wir alle wünschen uns so schnell wie möglich eine Rückkehr zur Normalität. Das aber kann nur gelingen, wenn wir weiter solidarisch miteinander umgehen und uns nach Kräften dafür einsetzen, das Virus zurückzudrängen. Die Politik – auf internationaler wie auf lokaler Ebene – muss sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren und die daraus abgeleiteten Maßnahmen konsequent durchsetzen. Wir fordern unsere Politikerinnen und Politiker, Amtsträgerinnen und Amtsträger auf, durch ihr tägliches Handeln mit gutem Beispiel voranzugehen und es als ihre Verantwortung zu begreifen, die Gesellschaft solidarisch durch diese Krise zu führen und alles daranzusetzen, die Spaltung zu überwinden, anstatt Gräben weiter zu vertiefen. Wir leben in einer Demokratie, für die der zivilisierte parlamentarische und gesellschaftliche Meinungsstreit nicht nur zulässig, sondern notwendig ist. Daher ist die sachliche Auseinandersetzung über die Notwendigkeit, Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen dringend erforderlich. Auf dem Weg zu einem möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens helfen Hass und ausgrenzende Ideologien, Verschwörungserzählungen oder Gewalt genauso wenig weiter, wie Pauschalverurteilungen und Diffamierungen von Andersdenkenden. Eine große Herausforderung der Corona-Pandemie liegt noch vor uns: Als Gesellschaft müssen wir es schaffen, wieder ins Gespräch zu kommen und verhärtete Positionen aufzuweichen, damit wir gemeinsam nach vorne schauen und den Weg aus der Krise finden können. Diese Pandemie zu überwinden, ist ein gigantischer Kraftakt der Gesellschaft, zu dem jede und jeder Einzelne einen Beitrag leisten muss. Es geht nur miteinander.

Das stellt alles Demokratieverständnis auf den Kopf!

Leserbrief von einem Freiberger in der Freien Presse: „Wo steht die Freiberger Rathausspitze?“ "Dem montäglichen Zug gegen die Coronapolitik hatten sich diese Woche 820 Teilnehmer angeschlossen. Geradezu schockierend war für mich die Teilnahme des Bürgermeisters für Stadtentwicklung und Bauwesen Holger Reuter an diesem „Spaziergang“. Jeder weiß, dass dieser eine nicht angemeldete, also illegale Demonstration ist, und sie verstößt durch die deutlich über 50 bzw. 200 liegende Teilnehmeranzahl (200 für ortsfeste Versammlungen/50 für Demonstrationszüge) gegen geltendes Recht, ganz zu schweigen von der Nichteinhaltung von festgeschriebenen Hygienebedingungen (Abstände/Maskenpflicht). Und an einer solchen Demonstration beteiligt sich Seite an Seite auch mit rechtsextrem eingestellten Zeitgenossen der zweite Mann im Rathaus Freiberg? In dieses Bild passt leider, dass der Oberbürgermeister von Freiberg, Sven Krüger, in der „Freien Presse“ vom 22. April den Polizeieinsatz bei der Demonstration vom 12. April kritisierte und die unangemeldeten Montagsspaziergänge offensichtlich als völlig normal betrachtet. Wenn jemand deeskalierend wirken soll, dann kann das aus Sicht unseres Rathauses offensichtlich nur die Polizei sein. Auch der Dank des AfD-Fraktionschefs („Freie Presse“ vom 5. Mai, Seite 9) scheint zu passen. Dieser dankt der Polizei – die aus meiner Sicht die verdammt schwere Aufgabe hat, geltendes Recht in unserer Demokratie durchzusetzen – für ihr deeskalierendes Auftreten und führt noch einen zynischen und Realitäten verdrehenden Vergleich mit Verhältnissen in Weißrussland an, die doch „kein Freiberger ernsthaft wollen“ kann. Das stellt alles Demokratieverständnis auf den Kopf! Wenn eine Demonstration ungesetzlich ist und sich die Teilnehmer nach Aufforderung und Entgegenkommen durch die Polizei nicht an die gesetzlichen Bestimmungen halten, gehört diese Demonstration aufgelöst. Deeskalierend sollten sich in dem Fall vor allem die Demonstranten verhalten und einfach heimgehen! Meine Frage ist, wo steht die Freiberger Rathausspitze? Wäre es nicht ihre Aufgabe, die Erkenntnisse der Wissenschaft und die daraus abgeleiteten schwierigen landespolitischen Maßnahmen in Coronazeiten zu moderieren und im Sinne der Gesundheit der Bevölkerung zu unterstützen – gern auch nach harter Diskussion mit den Landes-/Bundespolitikern – oder beispielsweise lokale Corona-Konzepte zu erarbeiten und in die Landespolitik einzubringen, wie in Augustusburg geschehen? Sollten sie nicht im Sinne des Gesundheitswesens und der überwältigenden Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gegen eine Verbreitung des Coronavirus auftreten, anstatt diesem durch Unterstützung von Massenveranstaltungen ohne Hygienemaßnahmen immer wieder neue Chancen zu geben und auf zweifelhaft populistischer Ebene durch die Ermutigung von Querdenkern & Co. Punkte sammeln zu wollen?" (Matthias Langer, Freiberg)Freie Presse, 08.05.2021

Nicht Populismus ist das Mittel, sondern Empathie und Solidarität.

Nach mehr als einem Jahr der Pandemie sind viele Menschen verzweifelt und fühlen sich ungehört. Die vielen Sorgen und Nöte gehen uns nah. Und diese Zeit hat auch uns erschöpft und dünnhäutiger gemacht. Wir wissen: Viele Menschen sehnen sich danach, dass es einfach so ist wie vorher. Und sie haben das Recht, sich entsprechend zu äußern. Sie haben das Recht, politische Versammlungen anzumelden und dort ihren Unmut und ihre Forderungen kundzutun. Bei aller notwendigen Kritik an der Corona-Politik darf jedoch nicht aus dem Blick geraten, dass es in erster Linie das Virus ist, das uns die Einschränkungen abverlangt. Eine Naturkatastrophe hat uns heimgesucht, und wir haben als ganze Gesellschaft, so scheint uns, keine Haltung entwickelt, diese geschlossen und solidarisch zu ertragen, zu bekämpfen und zu überwinden. Populismus und Radikalisierung helfen dabei nicht weiter. Sie verschlimmern die Situation. Rechtsradikalen Gruppen und Organisationen, denen es nicht um die Bekämpfung der Pandemie geht, sondern um die Destabilisierung unserer Gesellschaft, dürfen wir nicht auf den Leim gehen. Wir bitten Sie: Gehen Sie mit ihnen weder marschieren noch spazieren. Unterstützen Sie keine extremistischen und demokratie-feindlichen Parteien, Organisationen und Ziele durch Ihre Präsenz bei deren Versammlungen. Wir sind überzeugt: Wir müssen evidenzbasiert, entschlossen und solidarisch vorgehen, um die Pandemie zu überwinden. Dazu hat die Politik ihren und wir unseren Teil zu leisten. Kaufen wir bei den Händlerinnen und Händlern vor Ort. Bestellen wir bei den Gastronomie-Betrieben unserer Stadt. Unterstützen wir Online-Konzerte lokaler Künstlerinnen und Künstler mit einer Spende. Halten wir die Hygiene-Regeln ein. Lassen wir uns testen und besuchen wir anschließend den einsamen älteren Herrn in der Nachbarschaft oder die Oma im Pflegeheim. Lassen wir uns impfen, sobald wir an der Reihe sind, damit die Rate der Ansteckung sinkt und das Gesundheitssystem entlastet wird. Trauern wir um die Verstorbenen und mit ihren Angehörigen. Stehen wir denen hilfreich zur Seite, die unter Langzeitfolgen der Infektion leiden. Nehmen wir uns Zeit für unsere Kinder. Es gibt so viel mehr, das wir für ein menschliches Miteinander tun können, als schweigend und mit der Faust in der Tasche zu spazieren. Öffnen wir stattdessen Hände und Herzen. Nicht Populismus ist das Mittel, die Pandemie zu besiegen und ihre Folgen zu mildern, sondern Empathie und Solidarität.